Foto: Bernoully
28. September 2020

Neue Kommunikationsstrategie mit dem Gartenzwerg

Der rote Faden bleibt grün

Zur (digitalen) Frankfurter Buchmesse im Oktober erscheint unser neues Buch über Strategieentwicklung. Wir denken „um die Hecke” und entführen unsere Leser*innen in einen Mikrokosmos, der das weite Feld der Konzeption anschaulich macht: den Garten. Zwanzig Jahre nach dem Klassiker „Konzeptionspraxis” haben Renée Hansen und ich den bekannten Fall mit dem Gartenzwerg erneut untersucht, dazu aber jede Menge weitere Praxisbeispiele geerntet, die von Auftragsklärung bis Zeitplan, von der Analyse bis zur Präsentation Anspruch und Wirklichkeit der Konzeptionsentwicklung verständlich machen. Streits um Fallobst, Zaunhöhen oder den Namen der Rose versetzen in die Vogelperspektive und machen deutlich, was aufgeht und was nicht. Ist eine Rose eine Rose? Als Workbook enthält „Um die Hecke gedacht” jede Menge Anlässe zum Mitdenken; außerdem Bilder, Grafiken, Übungen, Exkurse, Checklisten, Begriffsklärungen und ein mit über 100 Titeln umfangreiches Literaturverzeichnis, das weit über die Kommunikation hinausreicht. Springen ist unbedingt erlaubt.

Foto: John Matthew Smith & Celebrity-Fotos lizensiert unter Creative Commons BY-SA 2.0
19. September 2020

I dissent

Ruth Bader Ginsburg ist tot

Die bekannteste Richterin der USA und Ikone des liberalen Amerika, Ruth Bader Ginsburg, ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Ihr ganzes Leben widmete sie dem Kampf für Gleichberechtigung und gegen Rassismus. Als eine von neun Richter*innen am Supreme Court war sie an weichenstellenden Entscheidungen und Gesetzesänderungen zu Fragen um Abtreibung, Waffenbesitz oder Einwanderung beteiligt. Ruth Bader Ginsburg hat als erste Frau am obersten Gericht der US mit ihrer klugen und präzisen Argumentationsführung die  amerikanische Gesellschaft verändert.

Foto: Magnus Manzke cc by SA 2.0
17. September 2020

Bedingungsloses Grundeinkommen

Schon zwei Millionen Bewerbungen für die Langzeitstudie

Wie wirkt bedingungsloses Grundeinkommen? Der Verein „Mein Grundeinkommen“ ist gerade dabei, das herauszufinden: in einer Langzeitstudie zusammen mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Mindestens 120 Menschen sollen ab dem kommenden Frühjahr drei Jahre lang 1.200 Euro monatlich erhalten, die aus Spenden finanziert werden. Noch vor Ende der Bewerbungsfrist im November haben sich bereits knapp zwei Millionen Menschen beworben – doppelt so viele wie geplant. Die Studie besteht aus drei Teilen. Nur wenn Teil eins Effekte eindeutig nachweist, wird die Untersuchung fortgeführt. Protokolliert wird das Leben aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die das Geld erhalten, sowie ihrer „statistischen Zwillinge”. Mit dem Vergleich lässt sich überprüfen, ob Verhaltensänderungen in Arbeitsleben, Familie oder sozialen Kontakten wirklich auf das Grundeinkommen zurückzuführen sind.

Foto: Leonhard Lenz
7. September 2020

Der Platz ist da!

13.000 Stühle für Moria vor dem Reichstag

Vor dem Bundestag haben mehrere Hilfsorganisationen 13.000 Stühle aufgestellt und für die Aufnahme von mehr Menschen aus dem Flüchtlingslager Moria demonstriert. Vertreter von Seebrücke, Sea-Watch, der Gruppe #LeaveNoOneBehind und Campact fordern ein europäisches Seenotrettungsprogramm und die sofortige Evakuierung aller Flüchtlingslager in Griechenland: „Lager evakuieren, der Platz ist da!“ Neben Berlin und Thüringen sollen auch andere Bundesländer ihre Spielräume nutzen und Landesaufnahmeprogramme für Geflüchtete beschließen.

Foto: Bernoully

19. August 2020

Hanau

Gedenken an die Opfer vom 19. Februar

Ein halbes Jahr nach den Morden von Hanau hat die „Initiative 19.2.2020” zu einer Gedenkdemonstration aufgerufen. Die bundesweite Mobilisierung musste wegen steigender Corona-Infektionszahlen abgesagt werden. Trotzdem haben sich in vielen Städten Menschen zur Andacht versammelt. Am Abend des 19. Februar hatte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau neun Menschen und seine Mutter erschossen, bevor er sich selbst tötete. Vor der Tat hatte er Verschwörungstheorien und rassistische Pamphlete im Internet verbreitet. Zum Gedenken an die Opfer Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun,  Said Nesar Hashemi, Fatih Saraçoğlu, Gabriele Rathjen trägt ein neues Banner am Rathaus die Aufschrift „Kein Platz für Rassismus und Gewalt – Hanau steht zusammen – für Respekt, Toleranz und Zivilcourage“.